Steinmeier würdigt Ulla Hahn für großes literarisches Schaffen

Lob vom deutschen Staatsoberhaupt: Zum 80. Geburtstag lobt der Bundespräsident das Schaffen der Autorin Ulla Hahn. In ihren Gedichten könne man Trost finden.

Zu ihrem 80. Geburtstag am Mittwoch hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Ulla Hahn als eine der bedeutenden Lyrikerinnen und Schriftstellerinnen unserer Zeit gewürdigt. Mit Gedichtbänden wie "Herz über Kopf" und "Unerhörte Nähe" habe sie "eine Sprache gefunden, die voller Musikalität, aber zugleich klar und ungeschönt ist", schrieb Steinmeier laut einer Mitteilung des Bundespräsidialamts vom Dienstag in Berlin.

Hahns Verse seien mutig, voller Leidenschaft und virtuoser poetischer Ausdruckskraft. Wer sich mit Fragen des Alterns und des Abschiednehmens, mit Verlust und Verletzlichkeit im eigenen Leben konfrontiert sehe, finde Trost in den Gedichten der Autorin, so der Bundespräsident.

Er lobte auch Hahns Romane, etwa ihren bekanntesten, "Das verborgene Wort". Hahns mit vielen Preisen ausgezeichnete Werke zeigten, "wie prägend Sprache, Bildung und Herkunft für unsere Identität sind - und wie Literatur uns über Grenzen hinweg verbindet".

Hahn wurde am 30. April 1945 im Sauerland geboren und wuchs im Rheinland auf. Der 2001 erschienene und mit dem Deutschen Bücherpreis ausgezeichnete Roman "Das verborgene Wort" bildete den Auftakt für ihren autobiografischen Zyklus um das Arbeiterkind Hilla Palm. Der Roman-Zyklus spielt im rheinischen Milieu und enthält zum besseren Verständnis des rheinischen Dialekts ein Wörterverzeichnis.

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