Viele Frauen leiden unter der Gewebeerkrankung Endometriose. Bislang war die Krankheit wenig bekannt. Das hat sich offenbar geändert, wie aktuelle Zahlen zeigen.
In Deutschland gibt es mehr Wissen um die Frauenkrankheit Endometriose. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Statistischen Bundesamtes. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen der Gewebeerkrankung um die Hälfte nach oben gegangen. "Grund für diesen hohen Anstieg kann nicht nur ein höheres Krankheitsaufkommen sein, sondern möglicherweise auch ein verstärktes Bewusstsein für die Krankheit bei Patientinnen sowie Ärztinnen und Ärzten", teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.
Endometriose ist eine gutartige chronische Gewebewucherung bei Frauen. Befallen sein können unter anderem die Eierstöcke, der Bauch- und Beckenraum und der Darm. Laut Endometriose-Vereinigung handelt es sich um die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung. Viele Frauen hätten keine Beschwerden. Die Hälfte der Betroffenen benötige jedoch eine medizinische Behandlung, etwa wegen chronischer Schmerzen.
Das Statistische Bundesamt verzeichnet für 2014 gut 25.100 stationäre Behandlungen von Endometriose in Deutschland. Bis 2024 stieg diese Zahl auf mehr als 37.700 Behandlungen. Neun von zehn Patientinnen waren zwischen 20 und 49 Jahre alt.