Die bayerische SPD-Fraktion fordert anlässlich des 80. Gedenktages an die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau eine rasche Sanierung der KZ-Gedenkstätte. Die „sichtlich in die Jahre gekommene Konzeption der Ausstellung“ bedürfe einer Neugestaltung „nach modernsten museumspädagogischen Prinzipien“, heißt es in einer Mitteilung der Partei vom Sonntag. Mit wachsendem Abstand zur NS-Zeit müssten neue Wege beschritten werden, um dem Thema gerecht zu werden.
„In Zeiten von Antisemitismus und geschichtsrevisionistischen Tendenzen in unserer Gesellschaft wächst die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur“, sagte die erinnerungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Simone Strohmayr. Erinnerungsarbeit müsse die historische Präzision und den Respekt vor den Opfern wahren. Von der Staatsregierung fordert sie, für eine schnellere Umsetzung der geplanten Bau- und Sanierungsmaßnahmen in der Gedenkstätte Dachau Bürokratiehürden abzubauen und Mittel aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Bundes zu verwenden.
Das Ansehen Deutschlands hänge auch von dem Eindruck ab, den Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland in Gedenkstätten erhalten, so Strohmayr. Dabei dürften die weiteren Gedenkstätten in Bayern, allen voran Flossenbürg sowie die Außenlager von Dachau und Flossenbürg, nicht aus dem Blick geraten: „Wir müssen gemeinsam gegen des Vergessen arbeiten. 'Nie wieder' ist kein Slogan, sondern eine Verpflichtung für die Zukunft!“ (1424/27.04.2025)