In Sachsen ist der SPD-Europaabgeordnete Matthias Ecke beim Plakatieren angegriffen und schwer verletzt worden. Der Vorfall habe sich am Freitag in Dresden-Striesen auf offener Straße ereignet, teilte die SPD Sachsen mit. Der Abgeordnete des Europaparlaments müsse operiert werden, hieß es. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sprach von einer „brutalen Gewalttat“. Diese sei auch ein schwerer Angriff auf die Demokratie.
Der 41-jährige SPD-Politiker ist sächsischer Spitzenkandidat seiner Partei für die Europawahl am 9. Juni. Die Vorsitzenden der SPD Sachsen, Henning Homann und Kathrin Michel, erklärten, der Überfall sei „ein unübersehbares Alarmzeichen an alle Menschen in diesem Land. Unsere demokratischen Werte werden attackiert.“
Einschüchterungsversuche, Plakatzerstörungen und Beleidigungen
Nach Angaben der Partei gab es bei anderen Plakatier-Teams in Sachsen weitere Einschüchterungsversuche, Plakatzerstörungen und Beleidigungen. Die Angriffe durch Schlägertrupps auf Plakatierteams demokratischer Parteien seien ein Angriff auf die Grundfesten der Demokratie, erklärte die SPD.Bundesinnenministerin Faeser erklärte, die Umstände und Hintergründe der brutalen Gewalttat müssten ermittelt und die Täter identifiziert und zur Rechenschaft gezogen werden. „Wenn sich ein politisch motivierter Anschlag auf den Europaabgeordneten Matthias Ecke wenige Wochen vor der Europawahl bestätigt, dann ist diese schwere Gewalttat auch ein schwerer Angriff auf die Demokratie. Wir erleben hier eine neue Dimension von antidemokratischer Gewalt“, erklärte die Ministerin.Ich habe mit dem sächsischen Innenminister Armin Schuster telefoniert und mit Matthias Ecke Kontakt gehabt. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er bald und vollständig genesen wird. Alle Umstände dieser brutalen Gewalttat müssen genauestens ermittelt werden. https://t.co/YvW1ilLRXe
— Nancy Faeser (@NancyFaeser) May 4, 2024
