Spaenle kritisiert Boykott-Aufrufe gegen israelische ESC-Sängerin

Der bayerische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle hat die Boykott-Aufrufe gegen die israelische ESC-Teilnehmerin Yuval Raphael scharf kritisiert. „Ich bin höchst enttäuscht, dass Kritiker der israelischen Politik ausgerechnet eine junge Frau, die selbst den Terroranschlag am 7. Oktober 2023 als Opfer erlebt hat und dies auch in ihrer Musik verarbeitet, nicht am Songcontest teilnehmen lassen will“, teilte Spaenle am Freitag mit.

Das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) findet an diesem Samstag in Basel statt. Erneut fordern Demonstranten sowie einige ESC-Teilnehmende den Ausschluss Israels aus dem Wettbewerb mit Verweis auf das Agieren Israels im Nahost-Konflikt. Bereits im vergangenen Jahr in Malmö war die israelische ESC-Teilnehmerin Eden Golan ausgebuht und verbal attackiert worden. Aus Sicherheitsgründen konnte sie sich in Malmö nicht frei bewegen und musste sich in ihrem Hotelzimmer verbarrikadieren.

Der aktuelle Gaza-Krieg war durch den Anschlag der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel ausgelöst worden. Am 7. Oktober 2023 richteten Terroristen ein Blutbad beim Supernova-Festival an. Knapp 1.200 Menschen starben, rund 250 wurden von der Hamas als Geiseln verschleppt. Die diesjährige israelische ESC-Sängerin Yuval Raphael überlebte den Terroranschlag und sprach im April 2024 über ihre Erfahrungen vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. (1643/16.05.2025)

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