Sozialverband: Lohnungleichheit belastet Frauen im Alter

Der Hamburger Sozialverband (SoVD) fordert mehr Anerkennung und Wertschätzung für die Leistungen von Frauen. „Immer noch verdienen Arbeitnehmerinnen knapp ein Fünftel weniger als Männer“, kritisierte die Hamburger SoVD-Frauensprecherin Susanne Langhagel in einer Mitteilung anlässlich des Equal Pay Day am (morgigen) Mittwoch (6. März). Weniger Verdienst habe spürbare Folgen für die Frauen, wenn es Richtung Rente gehe.

Frauen hätten im vergangenen Jahr im Schnitt 20,84 Euro pro Stunde verdient, Männer 25,30 Euro, teilte der SoVD unter Verweis auf Daten des Stastischen Bundesamts mit. Von den knapp 30.000 Seniorinnen und Senioren in Hamburg, die 2021 Grundsicherung bezogen, seien mehr als die Hälfte Frauen, gut drei Viertel von ihnen bräuchten das Geld, um die Rente so aufzustocken, dass sie zum Leben reicht, hieß es.

Der Hamburger SoVD-Landeschef Klaus Wicher geht den Angaben zufolge davon aus, dass Lohnungleichheit (Gender Pay Gap) noch lange ein Thema sein wird. Zudem sei er besorgt „über das verkrustete Frauenbild, das rechte Parteien wie die AfD propagieren, nämlich das Konzentrieren auf Familie und Haushalt“. Ein solches Frauenbild sei abwertend und wolle verhindern, dass Frauen gleichberechtigt und auf Augenhöhe in der Gesellschaft agieren.

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