Die Rechtsextremismus-Forscherin und Sozialpsychologin Pia Lamberty empfiehlt persönliches Engagement gegen Ohnmachtsgefühle nach dem Rechtsruck bei der Bundestagswahl. Es müsse gar kein politisches Engagement sein, sagte die Mitgründerin des Berliner Centers für Monitoring, Analyse und Strategie dem Evangelischen Pressedienst (epd). Denn Engagement stärke immer die Selbstwirksamkeit und auch die eigenen Netzwerke. „Das sind eigentlich ganz wichtige Säulen.“
Egal ob in Ost- oder Westdeutschland sei es jetzt wichtig, sich stark zu machen für die Demokratie - „in Gesprächen, in Initiativen, im tagtäglichen Miteinander, also auch in den Gesprächen mit den Nachbarn oder dem Bäcker“, sagte Lamberty. „Das sind alles ganz kleine Puzzlestücke und die fühlen sich manchmal minimal an, wenn man sieht, wie groß die Bedrohungslage auf der Welt ist. Aber viele kleine Puzzlestücke ergeben ja irgendwann auch ein anderes Bild.“
