Auch in der Vogelwelt ist der Wohnungsmarkt angespannt: Weil aktuell viele Singvögel Nistplätze suchen, hat der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) am Donnerstag um Unterstützung gebeten. Haus- und Kartenbesitzer, Kirchengemeinden, Vereine und Unternehmen sollten zeitnah in ihren Gärten und Grünanlagen Nistkästen für Kohl- oder Blaumeisen aufhängen. Auch Halbhöhlen für Stare, Spatzen oder Hausrotschwänze seien sinnvoll. Denn in den oft aufgeräumt-akkuraten Gärten fänden die Piepmätze nur noch selten Naturhöhlen wie morsche Bäume oder Brutnischen an alten Gebäuden.
Der LBV drängt etwas zur Eile, denn die Meisen hätten sich bereits zu Paaren zusammengefunden und suchten nach Nistmöglichkeiten. Nistkästen sollten in etwa anderthalb bis drei Metern Höhe angebracht werden. Wichtig sei eine stabile Befestigung, die auch Sicherheit vor Nesträubern wie Katzen und Mardern biete. Eine Ausrichtung des Einfluglochs nach Osten oder Südosten wäre gut, damit sich die Nistkästen nicht zu stark aufheizen. Wer die Brutstätte an einem Baum befestigen will, sollte Alunägel verwenden, um dem Baum nicht zu schaden. Bestehende Nistkästen sollten zudem zeitnah gereinigt werden. (00/0604/22.02.2024)