SH: Kampagne soll über Notrufnummern aufklären

Mit einer Kampagne wollen Ärzte und das Gesundheitsministerium in Schleswig-Holstein den Menschen den richtigen Umgang mit Notrufnummern näher bringen. Hat die Hausarztpraxis bei akuten Beschwerden geschlossen, soll man sich unter 116117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden, wie die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) am Mittwoch mitteilte. Besteht Lebensgefahr, ist der Rettungsdienst unter 112 zuständig. Ein jetzt veröffentlichtes Video unter www.kvsh.de/die-richtige-nummer-im-richtigen-moment klärt über die Rufnummern auf.

Beide Nummern würden viel zu häufig unnötig angerufen, hieß es. Die Zahl der Einsätze im Rettungsdienst in Schleswig-Holstein sei von rund 587.200 im Jahr 2016 auf etwa 691.400 im Jahr 2022 gestiegen. Im ärztlichen Bereitschaftsdienst gab es 2022 rund 220.000 Patientenkontakte.

Nicht jede gesundheitliche Beschwerde sei gleich ein Fall für den Notruf, sagte die KVSH-Vorsitzende Monika Schliffke. Manchmal helfe auch ein Blick in die Hausapotheke oder es reiche, sich bis zum nächsten Werktag Ruhe zu gönnen und erst dann zum Arzt zu gehen.

„Wir appellieren an die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, mit unseren Versorgungsangeboten verantwortungsvoll und ressourcenschonend umzugehen sowie darüber nachzudenken, ob ausreichend Gründe vorliegen, um eine der beiden Nummern zu wählen“, betonten Schliffke und Landesgesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU).

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