Serie rund um weibliche Identität erstmals im TV zu sehen

"Sexuell verfügbar" - Ein Kaleidoskop voller Spannung und Humor

In Zusammenarbeit mit filmdienst.de und der Katholischen Filmkommission gibt die KNA Tipps zu besonderen TV-Filmen:

In Caroline Rosales autobiografischem Buch "Sexuell verfügbar" setzt sich die 1982 geborene Autorin pointiert und scharfzüngig mit weiblichen Rollenzuschreibungen auseinander. Welche Weiblichkeitsvorstellungen werden Mädchen durch Erziehung und gesellschaftliches Feedback mitgegeben? Welche Muster übernehmen sie, die eigentlich längst überholt sind und die eher dazu dienen, dass sich andere wohlfühlen, nicht frau selbst? Die gleichnamige Miniserie greift den Stoff rund um den gesellschaftlichen Einfluss auf weibliche Identität(en) auf, wobei nun eine fiktive Figur im Zentrum steht.

Miki (Laura Tonke) hadert mit dem, was ihr als "Frausein" eingetrichtert wurde. Sie reibt sich an einer Gesellschaft, in der sich viel, aber noch längst nicht genug in Sachen Gleichberechtigung getan hat. Sie versucht, alte Muster und Lebensmodelle radikal hinter sich zu lassen - und gerät in üble Schwierigkeiten.

Vergewaltigungsvorwürfe werden erhoben; Miki sitzt deswegen nachts in einer Polizeiwache - nicht als Opfer, sondern als potenzielle Täterin. Sie soll einen Mann mithilfe eines sogenannten Strap-ons vergewaltigt haben. Ein Freund aus Jugendtagen, der mittlerweile als Anwalt arbeitet, übernimmt den Fall und kann sie auf Kaution erstmal aus der Untersuchungshaft herausholen - doch damit fängt der Spießrutenlauf erst an.

Von diesem Tiefpunkt ausgehend, stößt die Miniserie, spielend mit Erinnerungen, Rückblenden und auch irrwitzigen Fantasien, mitten hinein in die Konfusion um das, was frau sein soll, kann und sein will. Eine stringente Handlung sollte man dabei nicht erwarten, aber ein spannungsvolles, oft schwarzhumoriges Kaleidoskop weiblicher Erfahrungen und weiblicher Selbstbefragung.

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