Seltenes Quellbiotop saniert

Im thüringisch-hessischen Grenzgebiet ist nahe der Ortschaft Asbach im Eichsfeld die seltene Biotopform eines Quelltuffbaches renaturiert worden. Am „Alten Heinsbach“ sei damit die ökologische Situation und Durchlässigkeit des Gewässers langfristig gesichert worden, teilte die Natura-2000-Station am Donnerstag in Hörselberg-Hainich bei Eisenach mit. Von der Sanierung profitierten seltene und geschützte Arten wie etwa Feuersalamander oder die Libellenart der Gestreifte Quelljungfer.

Grundsätzlich sei der Quellbereich des Gewässers noch in einem guten Zustand. Um den Alten Heinsbach unterhalb der Quelle aber durchlässiger für Kleinstlebewesen zu machen, seien beispielsweise Betonrohre unter einem Waldweg entfernt worden. Stattdessen sei an dieser Stelle eine Furt angelegt worden.

Kalktuffquellen seien besonders geschützte Lebensräume, in deren abfließenden Bächen sich Kalk ablagere und charakteristische Steinterrassen bildeten. Begleitet werde dies durch das Vorkommen typischer, an diesen besonderen Lebensraum gebundene Moose. Im Eichsfeld gebe es noch zahlreiche solcher Kalktuffquellen, allerdings sei deren Erhaltungszustand in Thüringen meist schlecht bis unzureichend.

Die Biotope werden den Angaben zufolge durch Klimaveränderungen, Wasserentnahmen, Grundwasserabsenkungen, Verrohrungen sowie Nährstoff- und Pestizideinträge aus angrenzenden Landwirtschaftsflächen geschädigt. Die Sanierung der Quellregion „Alter Heinsbach“ in Höhe von 70.000 Euro sei durch den Freistaat finanziert worden.

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