Eine hochschwangere Israelin ist in den besetzten palästinensischen Gebieten bei einem Terroranschlag getötet worden. Jetzt fordert Israels extreme Rechte drastische Maßnahmen gegen Palästinenser.
Beim Anschlag eines Palästinensers im von Israel besetzten Westjordanland ist eine hochschwangere Israelin getötet worden. Die 30-Jährige erlag laut Medienberichten im Krankenhaus ihren Verletzungen. Das Baby konnte demnach durch einen Notkaiserschnitt gerettet werden und befindet sich in ernstem, aber stabilen Zustand. Mehrere israelische Politiker forderten drastische Maßnahmen gegen die Palästinenser.
Laut Berichten war die Frau gemeinsam mit ihrem Mann auf dem Weg zur Geburt in ein Krankenhaus, als ein Terrorist am Mittwochabend nahe der Siedlung Bruchin auf das Fahrzeug des Paares schoss.
Der Generalstabschef der israelischen Armee, Eyal Zamir, erklärte am Donnerstag, man werde alle "zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen und die Mörder erreichen, um sie zur Rechenschaft zu ziehen". Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Präsident Isaac Herzog erklärten in Stellungnahmen von Donnerstag, man werde den Terror unerbittlich bekämpfen.
Der rechtsradikale israelische Finanzminister Bezalel Smotrich forderte laut Medien unterdessen, "die Terrorzentren in Judäa und Samaria dem Erdboden gleichmachen", wie dies auch im Gazastreifen geschehe. Judäa und Samaria sind die biblischen Namen für das Westjordanland. Die Grausamkeit der "untermenschlichen" Angreifer sei unvorstellbar.
Sein rechtsradikaler Kollege im Amt des Ministers für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, erklärte auf der Plattform "X", das Recht israelischer Siedler auf Leben wiege schwerer als das Recht der Bewohner der palästinensischen Gebiete auf Bewegungsfreiheit. Er forderte, alle Kontrollpunkte in den besetzten Gebieten sofort und dauerhaft wiederherzustellen sowie die Todesstrafe für Terroristen einzuführen. Mehrere Abgeordnete aus der Partei Ben-Gvirs, Jüdische Stärke, forderten Straßensperren für Palästinenser im Westjordanland. Es müsse verhindert werden, dass Terroristen wichtige Straßen in dem Gebiet nutzten.