Die geplanten Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit sorgen weiter für Kritik. Der Europa-Direktor der One-Kampagne, Stephan Exo-Kreischer, sprach mit Blick auf die Haushaltspläne von einer „Bankrotterklärung“. Die Bundesregierung habe „dem teils populistischen Druck auch aus den eigenen Reihen nachgegeben und in der Folge das Interesse an der Bekämpfung von Armut und Hunger in der Welt verloren“, sagte Exo-Kreischer in Berlin. Auch Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) betonte die Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit.
Exo-Kreischer rief die Abgeordneten im Haushaltsausschuss dazu auf, die Kürzungen noch abzuwenden. „Machen Sie von Ihrer Position Gebrauch und verhindern Sie größeren Schaden für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit“, sagte er.
Gelder sollen um fast 1,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr sinken
In diesem Jahr sollen die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe nach Angaben von Hilfsorganisationen laut aktuellem Haushaltsentwurf um fast 1,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr sinken. Der Haushaltsausschuss des Bundestages kommt am Donnerstag zu seiner Bereinigungssitzung zusammen, bevor der Plan Ende Januar im Parlament verabschiedet werden soll.Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hob die Bedeutung von Entwicklungshilfe für die deutsche Wirtschaft hervor. Als Exportnation brauche Deutschland Partnerschaften in der ganzen Welt, sagte die SPD-Politikerin im ARD-„Morgenmagazin“. Die Entwicklungszusammenarbeit trage dazu bei, solche Partnerschaften aufzubauen.Im #Morgenmagazin war es mir wichtig zu betonen: Wir leben in Deutschland davon, dass wir weltoffen sind und in die Welt hinein exportieren. Abschotten und uns nicht an der Lösung globaler Probleme beteiligen, wird einfach nicht funktionieren. 👇 pic.twitter.com/cLh9w2ZBBR
— Svenja Schulze (@SvenjaSchulze68) January 17, 2024
