Schulleiter kritisieren Unterversorgung von Grundschulen

Der Schulleitungsverband Niedersachsen wirft der Landesregierung eine Vernachlässigung der Grundschulen vor. „Die zentralen Problem- und Konfliktbereiche unserer Schulform werden immer noch nicht wahrgenommen: fehlendes Personal in allen Schulen und allen Bereichen, Grundschulen verkommen zu Betreuungsorten“, heißt es in einer Erklärung des Verbandes vom Donnerstag. Obwohl den Grundschulen in der Bildungsbiografie von Kindern eine zentrale Rolle zukomme, seien sie seit vielen Jahren personell und finanziell unterversorgt.

Zwar habe das rot-grüne Landeskabinett Verbesserungen im schulischen Primarbereich angedacht, diese jedoch noch immer nicht in Angriff genommen. Unter derartigen Rahmenbedingungen sei es kaum noch möglich, Schülerinnen und Schüler mit ausreichend ausgebildeten Basiskompetenzen an die weiterführenden Schulen zu übergeben und auf lebenslanges Lernen vorzubereiten. „Schlechte Ergebnisse bei Leistungsvergleichen wie der IQB-Studie oder der PISA-Studie sind eine logische Folge“, konstatiert der Schulleitungsverband.

Zudem werde die Leitung von Grundschulen immer anspruchsvoller. Schulleiterinnen und Schulleiter an niedersächsischen Grundschulen erhielten nach wie vor die geringste Leitungszeit und hätten gleichzeitig die höchste Unterrichtsverpflichtung und oftmals keinerlei Stellvertretung, kritisierte der Verband. Dies lasse „das Gefühl mangelnder Wertschätzung“ aufkommen und werte die Arbeit der Grundschulleitungen in einem hohen Maße ab.

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