Simon Schwarz, bekannt aus den Eberhofer-Krimis, fordert mehr gesellschaftliche Einheit bei zentralen Herausforderungen wie der Klimakrise. Das Thema werde politisch missbraucht.
Um Lösungen für politische Probleme wie die Klimakrise zu finden, muss die Gesellschaft nach Ansicht des Schauspielers Simon Schwarz stärker an einem Strang ziehen. "Wir als Gesellschaft driften aktuell auseinander und gehen immer mehr in radikale Richtungen", sagte der 55-Jährige der "Münchner Abendzeitung". Dabei würden gerade beim Thema Klimaschutz alle das gleiche Interesse verfolgen; alle wollten ein lebenswertes Klima für künftige Generationen schaffen.
Das Thema werde aber politisch missbraucht, sagte der österreichische Kabarettist und Schauspieler, der unter anderem in den Verfilmungen der "Eberhofer"-Krimis die Rolle des Rudi Birkenbergers spielt. "Wir sind gerade auf einem dramatischen Irrweg." Daher habe er sich auch in seinem Buch "Geht's noch?" diesem Thema angenähert.
Umwelt- und Klimaschutz spielen in Schwarz' Familie seit jeher eine Rolle. Seine Mutter ist die österreichische Umweltaktivistin Elisabeth Schwarz, die in den 1970er Jahren die Initiative "Mütter gegen Atomkraft" mitgründete.
Auch er sei "bei Weitem nicht perfekt" in dieser Hinsicht, betonte Schwarz. So fahre er etwa gern schnell Auto. Aber die Welt sei nicht einfach schwarz und weiß: "Und deswegen ist es wichtig, dass wir in einen Dialog treten können. Denn wenn man sich viel damit beschäftigt, stößt man auch auf einige Lösungsansätze." Deren Umsetzung funktioniere allerdings nicht, "wenn wir nicht anfangen, sie der Politik ein Stück weit wegzunehmen und sie als Gesellschaft selbst einzufordern".