Ob er gerne James Bond spielen würde? Inzwischen nicht mehr, sagt der Engländer Sam Riley - und denkt dabei auch an den bisherigen Darsteller Daniel Craig.
Sam Riley (45), britischer Schauspieler, gibt sich als zufriedener Mensch. "Freiheit heißt für mich, dankbar zu sein für das Leben, das ich heute und jetzt führe, nicht darüber nachzusinnen, was ich sein wollte", sagte Riley der Münchner "Abendzeitung" (Dienstag). Der Künstler ist mit der deutschen Schauspielerin Alexandra Maria Lara verheiratet und hat mit ihr ein Kind. Das Leben sei immer Kompromiss, fügte Riley hinzu: "Ich bin in einer glücklichen Lage, bin gesund, habe gute Freunde und einen wunderbaren Sohn, lebe in einer tollen Beziehung. Was will ich mehr?"
Auf die Frage, wie er reagieren würde, wenn man ihm die Rolle von James Bond anböte, sagte der Schauspieler: "Ich glaube wirklich, ich bin zu alt." In der Schule wäre das vielleicht sein Traum gewesen. Heute würde eine solche Verpflichtung sein ganzes Leben auf den Kopf stellen, so Riley. "Und wäre das das viele Geld wert?" Seiner Ansicht nach hat James Bond den bisherigen Darsteller Daniel Craig auch nicht so richtig happy gemacht. Er habe aber der Rolle seinen Stempel aufgedrückt und ihr neue Facetten eingehaucht. Für einen Nachfolger werde es daher nicht einfach.
Rileys neuer Film "Islands" startet am Donnerstag in den deutschen Kinos. Darin spielt er einen abgehalfterten Tennistrainer in einem Luxus-Ressort auf Fuerteventura. Regie führte Jan-Ole Gerster.