Der vom Militär abgesetzte nigrische Premierminister Ouhoumoudou Mahamadou hat vor den möglichen Folgen der gegen sein Land verhängten Sanktionen gewarnt. Die finanziellen Sanktionen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas könnten zu einer Katastrophe für die Bevölkerung im Niger führen, sagte Mahamadou dem französischen Nachrichtensender RFI. Die Schließung der Land- und Luftgrenzen sei ebenfalls extrem schwierig.
Zudem sei der Haushaltsplan der Regierung stark von internationalen Zuschüssen und Zahlungen abhängig, etwa von der Weltbank, sagte Mahamadou. Sollten diese in der zweiten Jahreshälfte aufgrund möglicher Finanzsanktionen nicht mehr ausgezahlt werden, könne der Niger seinen Haushalt nicht finanzieren.
