SAARBRÜCKEN – Die Allianz für den freien Sonntag Saarland hat eine Gottesdienstreihe in evangelischen und katholischen Kirchen gestartet. „Sonn- und Feiertage setzen Zeichen gegen die Auflösung von gewachsenen Gemeinschaften, die Zersplitterung von Familie und Lebensgemeinschaften, die alleinige Ausrichtung auf Produktion und Kapital“, sagte der Beauftragte der Evangelischen Kirchen für das Saarland, Frank-Matthias Hofmann, in Saarbrücken. Der Sonntag verkörpere die Freiheit des Menschen von einer rein ökonomisch orientierten Lebensweise. Der Auftaktgottesdienst zur Reihe fand am vergangenene Sonntag in der Basilika St. Johann in Saarbrücken statt.
Die Leiterin des Katholischen Büros Saarland, Katja Göbel, bezeichnete den freien Sonntag als „Ankerplatz“ für sich und ihre Familie. „Es gibt heutzutage nichts Kostbareres als unsere Zeit“, betonte sie.
Zur Allianz für den Sonntag Saarland gehören nach eigenen Angaben 30 Mitgliedsorganisationen. In dem 2009 gestarteten Bündnis engagieren sich etwa die evangelische sowie die katholische Kirche und die Synagogengemeinde Saar. Träger sind die regionalen Vertreter der Gewerkschaften ver.di, DGB und NGG, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt sowie das Evangelische und das Katholische Büro im Saarland. epd
• Die nächsten Termine: 24. März, 10 Uhr, Evangelische Stadtkirche St. Wendel; 31. März, 11 Uhr, Christuskirche Homburg-Bruchhof und 11 Uhr, St. Josef, Merzig; 7. April, 10.30 Uhr, St. Marien, Neunkirchen, 10 Uhr, St. Peter und Paul, Losheim am See und 10 Uhr, Evangelische Kirche Lebach. Weitere Gottesdienste sind in Planung.