Der Landesverband Lippe hat zu den anstehenden Feiern zur Walpurgisnacht verschärfte Kontrollen an den Externsteinen im Teutoburger Wald angekündigt. Spirituell inspirierte Besucherinnen und Besucher dürften die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai am Naturdenkmal bei Horn-Bad Meinberg verbringen, doch sollten sie friedlich feiern und musizieren, erklärte der Landesverband am Donnerstag in Lemgo. „Das bedeutet, dass offenes Feuer oder Grillen nicht gestattet sind, ebenso keine Zelte.“ Auch Wohnwagen seien auf dem Parkplatz über Nacht nicht erlaubt, bei Verstößen würden sie kostenpflichtig abgeschleppt, hieß es.
Das Besteigen der Felsen sei ausschließlich zu den Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr möglich, betonte der Landesverband. Er wies zudem darauf hin, dass in den Wäldern Nordrhein-Westfalens in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober ein generelles Rauchverbot gilt. Die Verhaltensgebote zur Walpurgisnacht an den Externsteinen werden bereits in den Tagen vor dem 30. April regelmäßig von der Kreispolizeibehörde, die das Schutzkonzept mitentwickelt hat, kontrolliert, wie es hieß.
In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird einem alten Volksglauben nach die Walpurgisnacht in Teilen Deutschlands gefeiert. Ein Anziehungspunkt der esoterischen Szene sind jedes Jahr die Externsteine, eine rund 40 Meter hoch aufragende Felsformation im Teutoburger Wald. Zur Anlage gehören eine Aussichtsplattform mit Treppenanlage aus dem 19. Jahrhundert, eine Höhenkammer mit Altar sowie Grottenanlage und ein Kreuzabnahmerelief aus dem Mittelalter.