Das NRW-Schulministerium und die Bildungsinitiative RuhrFutur bieten den „Startchancen“-Schulen im Ruhrgebiet im Rahmen des Programms zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten an. Rund 370 der insgesamt mehr als 900 „Startchancen“-Schulen in NRW befänden sich in den Revierstädten, teilte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf mit. Daher liege es nahe, ihnen speziell auf sie zugeschnittene Angebote zu machen.
Dazu zählt den Angaben zufolge etwa die Vermittlung von qualifizierten studentischen Lernbegleitern, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 beim Erwerb von mathematischen, sprachlichen und sozio-emotionalen Basiskompetenzen fördern sollen. Für das Personal im Offenen Ganztag soll es eine digitale Qualifizierungsreihe geben. Außerdem bietet RuhrFutur den Schulen an, Konzepte für eine bessere Vernetzung im Sozialraum und eine erfolgreiche Elternarbeit zu entwickeln.
Darüber hinaus sind „Startchancen“-Konferenzen zum Austausch zwischen teilnehmenden Schulen geplant. Die zusätzlichen Unterstützungsangebote werden laut Ministerium aus dem Chancenbudget des „Startchancen“-Programms finanziert.
Bund und Länder hatten sich im Februar 2024 auf das „Startchancen“-Programm geeinigt. NRW erhält daraus über eine Laufzeit von zehn Jahren rund 2,3 Milliarden Euro vom Bund und investiert Mittel etwa im selben Umfang. Die ersten 400 „Startchancen“-Schulen in NRW sind bereits zum Schuljahr 2024/25 in das Programm gestartet, weitere 516 Schulen sollen im kommenden Schuljahr dazu kommen.
Die Schulen erhalten durch das „Startchancen“-Programm etwa Gelder für Investitionen in Infrastruktur, Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Fachkräfte, etwa in der Schulsozialarbeit. Zudem werden sie bei der Unterrichtsgestaltung und bei Maßnahmen zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern unterstützt. Das Programm soll besonders grundlegende Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen sowie soziale und emotionale Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler fördern.
RuhrFutur ist eine gemeinsame Bildungsinitiative der Stiftung Mercator, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kommunen und Hochschulen im Ruhrgebiet sowie des Regionalverbandes Ruhr.