Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hat im vergangenen Jahr in Deutschland 81 Fälle von illegalem Tierhandel mit insgesamt 737 sichergestellten Tieren gezählt. Dabei handelte es sich um 631 Hunde und 106 Katzen, wie „Vier Pfoten“ am Donnerstag in Hamburg unter Verweis auf ihren neu veröffentlichten, jährlichen Report zum illegalen Welpenhandel mitteilte. Mit 33 Fällen illegalen Welpenhandels ereigneten sich demnach die meisten (40,7 Prozent) der Sicherstellungen in Bayern.
Bei den aufgedeckten Fällen in Bayern wurden den Angaben zufolge insgesamt 183 Tiere sichergestellt. Dahinter folgte Nordrhein-Westfalen mit zehn Fällen und insgesamt 148 Sicherstellungen. Baden-Württemberg nahm den dritten Platz ein: Neun Fälle mit insgesamt 42 Tieren wurden dort aufgedeckt.
„Der illegale Heimtierhandel ist ein großes Tierschutzproblem und bleibt weiterhin ein attraktives Geschäft für Kriminelle“, erklärte „Vier Pfoten“-Expertin Saskia Dauter. Laut dem Report wurden in 85,2 Prozent der Fälle Welpen aus dem meist osteuropäischen Ausland importiert. Die meisten sichergestellten Hunde und Katzen stammten aus Rumänien (83 Tiere), gefolgt von Moldawien (61) und Polen (59).
„Vier Pfoten“ warnte davor, Tiere über Onlineplattformen oder soziale Medien zu kaufen. „Aktuell sind noch keine Regelungen umgesetzt, die den Online-Handel mit Tieren sicher machen“, sagte Dauter.