Die Krankenhauseinweisungen bei Menschen mit Raucherkrankheiten in Schleswig-Holstein sind um 5,2 Prozent angestiegen. Wie die AOK Nordwest am Donnerstag mitteilte, wurden 2022 insgesamt 13.354 Patientinnen und Patienten wegen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), einer bösartigen Neubildung im Kehlkopf, in der Luftröhre, den Bronchien oder der Lunge stationär in einer Klinik behandelt, 2021 waren es 12.690. Rauchen sei „nach wie vor der größte vermeidbare Risikofaktor für Krebs und COPD“, sagte AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann anlässlich des Weltnichtrauchertages (31. Mai).
Über zwei Drittel aller Todesfälle durch Lungenkrebs weltweit sind laut AOK durch Rauchen bedingt. Allein in Schleswig-Holstein seien 2021 insgesamt 2.117 Menschen an Lungenkrebs gestorben, informierte die Krankenkasse unter Verweis auf Zahlen des Landeskrebsregisters. 2.478 neue Fälle seien diagnostiziert worden.
Häufigste Krankheit, die vor allem durch Rauchen verursacht werde, sei COPD. In Schleswig-Holstein leben den Angaben zufolge fast 109.000 COPD-Patienten im Alter ab 40 Jahren. Typische COPD-Symptome seien Atemnot, Husten und Auswurf.