Diese Debatte hat Deutschland 2025 beschäftigt: die von der Union geplante Verschärfung der Migrationspolitik mithilfe der AfD. Das Gesetz scheiterte zwar; dennoch zog Publizist Friedman Konsequenzen - und steht dazu.
Der Publizist Michel Friedman steht zu seinem CDU-Austritt anlässlich der gemeinsamen Migrationsabstimmung von Union und AfD vor einem Jahr. "Wenn ein Mensch merkt, dass die rote Linie überschritten ist, dann ist es für einen selbst ermutigend, Konsequenzen zu ziehen", sagte er dem Magazin "Focus". Schließlich gehe es um den eigenen Kompass und "um die wenigen Grundsätze, die man hat".
Freiheit und Demokratie machten es möglich, seine eigenen Überzeugungen ins Handeln zu übersetzen. Weiter sagte Friedman, der mehr als 40 Jahre lang CDU-Mitglied war: "Das Schöne an dieser Demokratie ist doch: Man kann in eine Partei eintreten, man kann austreten, und es passiert einem nichts."
Friedman äußerte sich auch mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die Brandmauer werde halten; die CDU sei eine demokratische Partei. Er forderte sie auf, ihre Politik nach dem Prinzip der Menschenwürde auszurichten. Das Prinzip der AfD sei hingegen: "Die Würde von Menschen ist antastbar." Auch würde eine Koalition von AfD und CDU letztere spalten. "Damit sind die Mehrheiten übrigens wieder futsch."