Die Psychiaterin Barbara Wolff sieht bei der Versorgung von traumatisierten Flüchtlingen in Deutschland „große Defizite“. Es gebe in Deutschland bislang 48 psychosoziale Zentren für Menschen, die vor Krieg und Folter geflüchtet seien, sagte Wolff dem WDR-Radio in Köln. Diese Zahl sei zu gering.
Nach Einschätzung von Wolff, die dem Vorstand der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer angehört, hat das „Gros der Menschen“, das nach Deutschland flüchtet, traumatische Erfahrungen gemacht. Die Quote liege bei etwa 75 bis 80 Prozent, etwa 30 Prozent der Flüchtlinge leide unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).
