Vor dem Staatsschutzsenat des Thüringer Oberlandesgerichts Jena hat der Prozess gegen vier mutmaßliche Rechtsextremisten aus dem Raum Eisenach begonnen. Ihnen wird nach Angaben des Gerichts die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Laut Anklage der Generalbundesanwaltschaft haben sie spätestens im März 2019 eine Kampfsportgruppe mit dem Namen „Knockout 51“ gegründet. In der etwa zehnköpfigen Gruppe sei es zunächst um Körperverletzungsdelikte gegangen, später dann auch um die Tötung von Linken.
Unter dem Deckmantel des gemeinsamen körperlichen Trainings seien junge, nationalistisch gesinnte Männer angelockt worden, um diese bewusst mit rechtsextremem Gedankengut zu indoktrinieren, heißt es in der Anklageschrift. Sie seien für körperliche Auseinandersetzungen mit Polizeibeamten und Angehörigen der linken Szene ausgebildet worden.
