Prozess gegen Kinderpfleger wegen Missbrauch in Kita hat begonnen

Am Mittwoch hat vor dem Landgericht Bamberg der Prozess gegen einen zur Tatzeit 51-jährigen Kinderpfleger aus Oberfranken wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern begonnen. Dem Mann wird vorgeworfen, während seiner Arbeit in einer katholischen Kita im Landkreis Forchheim drei Kinder „unsittlich am Oberkörper berührt“ zu haben (Az: 77 KLs 1105 Js 13609/24 jug). Nach anfänglichem Leugnen hatte der Mann die Taten eingeräumt. Das Verfahren vor der 2. Jugendkammer soll kommenden Montag (28. April) mit einem Urteil enden.

Der Angeklagte war am 20. September vergangenen Jahres festgenommen und Ende Oktober wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden, nachdem er die Übergriffe an den Kindern eingeräumt hatte. Auslöser für die Ermittlungen gegen den Mann waren Berichte eines fünfjährigen Mädchens, das die katholische Kita im Landkreis Forchheim besucht hat. Bereits nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Sommer war der Mann von der Kita-Leitung mit sofortiger Wirkung freigestellt worden, hieß es damals.

Auch die Ermittlungsbehörden wurden von der Kita gleich nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Mann informiert. Im Zuge der Ermittlungen hatten sich die Eltern zweier weiterer Kinder mit ähnlichen Schilderungen an die Behörden gewandt. Zunächst hatte der Kinderpfleger die Vorwürfe bestritten und sich nicht zur Sache geäußert. Träger der katholischen Kita, in der die Taten stattgefunden haben sollen, ist eine selbstständige Kirchenstiftung vor Ort, die Stiftungsaufsicht liegt beim Erzbistum Bamberg. (1382/23.04.2025)

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