Prien will Kinder besser vor sexualisierter Gewalt im Netz schützen

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) fordert einen besseren Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt im Netz. Plattformen wie TikTok, Discord und Telegram müssten daher stärker in die Verantwortung genommen werden, sagte sie am Mittwoch dem Radiosender Bayern2. „Wir versuchen es ja seit geraumer Zeit auf allen Ebenen, durch ein Drängen und durch politische Gespräche.“ Wenn aber freiwillige Maßnahmen nicht wirkten, dann brauche es Regulierung, etwa durch den europäischen Digital Service Act sowie den Landesmedienstaatsvertrag.

Konkret forderte sie eine sichere Altersprüfung. Dies wäre ein großer Schritt in Sachen Jugendmedienschutz, denn die bisherigen Bemühungen seien hier nicht ausreichend, sagte Prien. Jugendliche bräuchten nur ein falsches Alter anzugeben, und dann seien sie bei den Plattformen registriert. Zugleich warnte sie davor, nicht-verpixelte Fotos von sich ins Netz zu stellen. „Lasst es sein, postet weniger Fotos. Und Eltern, bitte achtet darauf, dass die Fotos eurer Kinder nicht im Netz kursieren.“ Jugendschutz sei eine Querschnittsaufgabe für die gesamte Gesellschaft. Auch die Schulen seien hier gefragt. (1678/21.05.2025)

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