Im Senegal haben die wochenlangen Spekulationen ein Ende: Ein Wahltermin steht fest. Allgemeine Unsicherheit stürzte das westafrikanische Land zuletzt in eine Krise. Bei Protesten kamen mehrere Menschen ums Leben.
Im Senegal hat der Verfassungsrat nach wochenlangen Debatten zugestimmt: Die Präsidentenwahl soll am 24. März stattfinden. Am Mittwoch hatte bereits die Regierung von Amtsinhaber Macky Sall den Termin genannt. Der Verfassungsrat schlug zunächst den 31. März vor, bestätigte allerdings in einer Pressemitteilung am Donnerstagnachmittag den 24. März.
Die Wahl war zunächst bereits für 25. Februar vorgesehen. Am 3. Februar hatte Präsident Sall den Termin jedoch ausgesetzt, was das Land mit seinen 18 Millionen Einwohnern in eine Krise stürzte. Bei Protesten gegen die Entscheidung starben vier Menschen. Zwischenzeitlich wurden verschiedene Termine angekündigt. Der Verfassungsrat betonte jedoch, die Wahl müsse vor dem Ende von Salls Amtszeit am 2. April stattfinden.
Über die Verschiebung des ursprünglichen Termins gab es viele Spekulationen. Nach Meinung der Opposition wollte Sall, der gemäß der Verfassung kein drittes Mal kandidieren darf, seine Macht nicht abgeben. Auch gilt Oppositionskandidat Bassirou Diomaye Faye in Umfragen, die allerdings nicht veröffentlicht werden dürfen, als überraschend stark. Kandidat der Regierungskoalition ist der bisherige Premierminister Amadou Ba. Insgesamt stehen 19 Namen auf dem Stimmzettel.
Senegal galt bislang als ein Staat mit langer demokratischer Tradition, der für die Stabilität der ganzen Region Bedeutung hat. Von Angriffen durch Terrorgruppen, die sich im Sahel ausgebreitet haben, ist das Land bisher verschont geblieben.