Die Wohlfahrtsverbände in Niedersachsen machen sich gemeinsam mit weiteren Akteuren dafür stark, wirtschaftliche Interessen und soziale Sicherungssysteme künftig gemeinsam in den Blick zu nehmen. Nur eine vernetzt gedachte Strategie könne bei den anstehenden Modernisierungen der Infrastruktur in Niedersachsen Arbeitsplätze zukunftsfest machen, heißt es in einem Positionspapier, dass die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtpflege am Montag gemeinsam mit Gewerkschaften, Kammern und Verbänden veröffentlichte. Hintergrund ist ein geplantes 100-Millionen-Euro-Sondervermögen der Bundesregierung, das die Länder in ihre Infrastruktur investieren sollen.
Unternehmen brauchten stabile, langfristig kalkulierbare und verlässliche Rahmenbedingungen sowie Planungssicherheit, betont das Interessen-Bündnis. Dazu komme als weiterer unverzichtbarer Grundpfeiler eine gut ausgebaute soziale Infrastruktur. „Ohne eine verlässliche Versorgung in Bereichen wie Kinderbetreuung, Pflege oder Bildung kann die Lebens- und Standortqualität in Niedersachsen nicht gesichert werden“, heißt es in dem Papier: „Denn nur wenn berufstätige Eltern und pflegende Angehörige verlässliche Rahmenbedingungen vorfinden, bleibt Niedersachsen ein lebenswerter und wettbewerbsfähiger Standort mit guten Fachkräften.“