Pinakothek der Moderne zeigt architektonische Schenkungen

Unter dem Titel "The Gift" (Das Geschenk) beschäftigt sich eine neue Ausstellung in der Münchner Pinakothek der Moderne mit Großzügigkeit und Gewalt in der Architektur. Vom 29. Februar bis 8. September geht es dort um architektonische Schenkungen. So finanzierten wohlhabende Menschenfreunde etwa Bibliotheken und humanitäre Organisationen spendeten Notunterkünfte, heißt es in der Ankündigung. Aus Mitteln der Entwicklungshilfe wiederum würden landwirtschaftliche Betriebe gefördert; islamische Stiftungen finanzierten ihrerseits Moscheen.

Eingebettet in religiöse, aber auch imperialistische Traditionen des Schenkens beeinflussten solche Bauten Urbanisierungsprozesse auf der ganzen Welt, heißt es. Die Schau beleuchte solche geschenkten Gebäude. Sie könnten spektakulär und gewöhnlich sein, aber auch extravagant und tatsächlich nützlich. Dabei soll erörtert werden, was die Vorteile eines Architekturgeschenks seien und wie dieses Schaden anrichten könne. Auch werde der Frage nachgegangen, ob die jeweiligen Verpflichtungen der Empfänger und Geber nach der Vollendung des Gebäudes weiter bestünden.

Präsentiert werden in der Ausstellung in Zusammenarbeit mit lokalen Forschern Fallstudien aus vier Kontinenten, wie es heißt. Sie erzählten Geschichten über die wohl- und gewalttätige Dynamik des Schenkens. Dazu gehörten Berichte von humanitären Geschenken für Skopje (Nordmazedonien), das Schenken von Boden in Kumasi (Ghana), diplomatische Geschenke für Ulaanbaatar (Mongolei) sowie philanthropische Geschenke im kalifornischen East Palo Alto (USA). Am Ende der Schau werde gezeigt, wie Philanthropie München und andere deutsche Städte heute noch präge.

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