Klimaforscher Rockström erhält „Umwelt-Nobelpreis“

Der wissenschaftliche Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Johan Rockström, hat am Freitag in Potsdam den Tyler Prize for Environmental Achievement 2024 erhalten. Damit sei dessen Forschung zu den planetaren Grenzen gewürdigt worden, teilte das PIK in Potsdam mit. Die mit 250.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung gilt als „Umwelt-Nobelpreis“.

Das Exekutivkomitee des Tyler-Preises unterstreiche damit die Notwendigkeit eines ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatzes zur Bewältigung der zunehmenden ökologischen Krisen, hieß es. Rockströms 2009 erstmals veröffentlichtes Konzept der planetaren Grenzen definiert nach PIK-Angaben die Grenzen, innerhalb derer sich die Menschheit in einer natürlichen Welt sicher entwickeln kann.

Es beschreibt neun Systeme, die das Funktionieren und den Zustand des Planeten bestimmen und der Lebenserhaltung des Menschen dienen. Sie umfassen die biophysikalischen Systeme und Prozesse, auf die die Menschheit angewiesen ist, wie sauberes Wasser, ein stabiles Klima und eine lebendige Artenvielfalt.

Dieser Rahmen habe wesentlich zur öffentlichen Reaktion auf den Klimawandel und die nachhaltige Entwicklung beigetragen, einschließlich der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, betonte das PIK. Die Menschheit befinde sich bei sechs der neun planetaren Grenzen „weit außerhalb des sicheren Handlungsraums“.

Der 1973 vom Ehepaar John und Alice Tyler gestiftete Preis würdigt Leistungen in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Auszeichnung wird von der University of Southern California verliehen.

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