Die „Pfadis“ sind zurück von einer einjährigen Weltreise mit dem Truck für Frieden, Toleranz und Völkerverständigung: 25.000 Kilometer in mehr als 20 Ländern legte eine Gruppe von jungen Leuten aus verschiedenen Pfadfinderverbänden zurück, wie der Initiator Sebastian Schmitt am Donnerstag in Heidelberg mitteilte. Das Projekt „World Tour of Scout Movement“ war im April vergangenen Jahres in Landau gestartet. Das interkulturelle Bildungsprojekt wolle junge Menschen weltweit dazu inspirieren, kulturelle Vielfalt zu entdecken, Vorurteile abzubauen und globale Verantwortung zu übernehmen.
Ziel der Aktion war es, über eine Million Menschen zu erreichen und Impulse für eine tolerante, global denkende Jugendbildung zu setzen, sagte Schmitt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna-Lena war der Heidelberger Veranstaltungsmanager in einem alten, umgebauten Feuerwehrfahrzeug namens „Scouti“ zu der Tour aufgebrochen, zeitweise wurden sie von Pfadfinderfreunden begleitet. Beide sind Mitglieder der katholischen Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) in Landau.
Die Reise im geländegängigen Truck führte auf dem Landweg bis nach Asien. Von dort aus setzte sich die Route über Süd-, Mittel- und Nordamerika fort. Es gab Treffen mit Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus mehr als 15 Ländern und unterschiedlichen Kulturen. Über die Internetseite und die Social-Media-Kanäle des Projekts seien mit Videos, Interviews, Rezepten und digitalen Bildungsmaterialien bisher mehr als 650.000 Menschen weltweit erreicht worden, sagte Schmitt.
Die Tour habe sichtbar gemacht, wie vielfältig, engagiert und verbindend Pfadfinden weltweit gelebt werde. „Ob beim Kochen, Spielen oder im Zeltlager: Wenn wir Menschen auf Augenhöhe begegnen, erzählen sie uns Geschichten, die kein Lehrbuch vermitteln kann“, sagte Schmitt. So habe man Tee mit dem Pfadfinderpräsidenten der Türkei getrunken oder das Projekt im Weltpfadfinderbüro in Malaysia präsentiert. Rund 57 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder gibt es weltweit.