Paul: Kinderschutz mit zahlreichen Maßnahmen ausgebaut

NRW-Familienministerin Josefine Paul (Grüne) hat eine positive Bilanz des Handlungs- und Maßnahmenkonzepts der Landesregierung gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen gezogen. Der am Donnerstag in Düsseldorf vorgelegte vierte Bericht zur Umsetzung des Konzepts zeige, „wie intensiv wir in den vergangenen Jahren daran gearbeitet haben, Schutzstrukturen zu stärken und Unterstützungsangebote für Betroffene auszubauen“.

Das ressortübergreifende Maßnahmenpaket war im Dezember 2020 als Reaktion auf besonders schwere Missbrauchsfälle wie in Lügde, Münster oder Bergisch Gladbach beschlossen worden. Es umfasst sieben Handlungsziele und 59 konkrete Maßnahmen zur Prävention, Intervention und Hilfe.

So wurde 2022 das Landeskinderschutzgesetz verabschiedet, mit dem verbindliche fachliche Mindeststandards für Verfahren zur Gefährdungseinschätzung eingeführt wurden. Zu den weiteren Maßnahmen gehören unter anderem die Einführung von Schutzkonzepten in Kitas, Schulen, Jugendhäusern und Sportvereinen, Fortbildungen für Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, Schulen, Polizei und Gesundheitswesen oder die Unterstützung von Präventionsprojekten wie „Mein Körper gehört mir“.

Weiteren Handlungsbedarf gibt es laut Bericht etwa bei der Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung vor sexualisierter Gewalt und beim Kinderschutz im kommerziellen Bereich, beispielsweise bei Anbietern von Kinder- und Jugendreisen. Weitergearbeitet werde auch an der Entwicklung von Standards zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt.

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