Papst Franziskus hat seine letzte Reise angetreten. Nach der Totenmesse auf dem Petersplatz am Samstagvormittag wurde der Sarg des mit 88 Jahren gestorbenen Kirchenoberhaupts auf ein umgebautes Papamobil verladen, um zur Basilika Santa Maria Maggiore im Zentrum Roms gefahren zu werden. Dort soll Franziskus auf eigenen Wunsch in einem schlichten Grab seine letzte Ruhe finden. Seine Vorgänger in der jüngeren Geschichte waren im Petersdom beigesetzt worden.
Eine Gruppe armer und bedürftiger Menschen wird auf den Stufen zu Santa Maria Maggiore versammelt sein, um Franziskus vor der Beisetzung ein letztes Mal zu grüßen. Die Beisetzung selbst ist dann nicht-öffentlich und wird, anders als der Rest der Trauerfeier, nicht live übertragen.
Kardinal Giovanni Battista Re hatte vor rund 250.000 Gläubigen und Staatsgästen aus aller Welt, die sich bei frühlingshaften Temperaturen über 20 Grad Celsius und Sonnenschein versammelt hatten, die Nähe von Papst Franziskus zu den Menschen in den Mittelpunkt seiner Trauerpredigt gestellt. „Er war ein Papst, der mitten unter den Menschen war und für alle ein offenes Herz hatte“, sagte er bei der Totenmesse. Unzählig seien seine Gesten und Ermahnungen zugunsten von Flüchtlingen und Vertriebenen. Auch in seinem Einsatz für die Armen sei Franziskus unermüdlich gewesen.