Die Lage der Christen in Syrien hat sich nach Angaben der christlichen Hilfsorganisation „Open Doors“ massiv verschlechtert. Nach dem politischen Umbruch im Dezember 2024 hätten sich die Hoffnungen auf mehr Sicherheit nicht erfüllt, erklärte das missionarisch ausgerichtete Hilfswerk im hessischen Kelkheim (Taunus) zur Vorstellung seines jährlich aktualisierten Weltverfolgungsindex. Mindestens 27 Christen seien im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 30. September 2025 wegen ihres Glaubens in dem Land getötet worden.
Syrische Christen berichteten von Einschüchterung im Alltag, Lautsprecherwagen riefen sie öffentlich zur Konversion auf, an Kirchen geklebte Zettel verlangten die Zahlung einer Kopfsteuer, hieß es weiter. Viele Gläubige würden sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Heute lebten nur noch rund 300.000 Christen in Syrien, so „Open Doors“ weiter. Hunderttausende hätten das Land in den vergangenen Jahren verlassen. Das liegt auch im Rahmen anderer Schätzungen.
