Die Wirtschaftswissenschaftlerin Jennifer Achten-Gozdowski rät von Vergeltungsmaßnahmen der EU gegen die Einführung hoher Zölle durch US-Präsident Donald Trump ab. „Zölle schaden in erster Linie den eigenen Bürgern und Unternehmen“, sagte die stellvertretende Leiterin des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit Sitz in Mainz dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Ein 'Auge um Auge, Zahn um Zahn' schadet einem ökonomisch, und politisch verhärtet es die Fronten.“
Die Wirtschaftswissenschaftlerin riet zu Mäßigung und Deeskalation. Die EU solle sich um einen Interessenausgleich bemühen. Auch die EU erhebe gewisse Zölle, die auf Agrarprodukte und Autos bisher höher gewesen seien als die der USA. „Wir sind besser dran, wenn wir keine Zölle erheben“, betonte Achten-Gozdowski. In der Geschichte habe der Abbau der Zölle zwischen den deutschen Staaten und danach in Europa einen enormen Wohlstand ermöglicht. Je mehr Freihandel es gebe, desto größer werde der Markt und desto günstiger würden die Preise.
