Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat die Gruppierung „Palästina Solidarität Duisburg“ verboten. Die Vereinigung verbreite in Versammlungen und über ihre Social-Media-Kanäle antisemitisches Gedankengut, hetze gegen den Staat Israel und mache diesen allein verantwortlich für den Nahost-Konflikt, teilte Innenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf mit. Der Verein solidarisiere sich ausdrücklich mit dem palästinensischen Widerstand in allen Formen, womit auch der bewaffnete Kampf der Terrororganisation Hamas gegen Israel einbezogen werde.
Der Verein, der bislang ausschließlich in Nordrhein-Westfalen aktiv gewesen sei, propagiere ein „antiisraelisches und antisemitisches Weltbild“, betonte Reul: „Jüdinnen und Juden waren immer Zielscheibe des Hasses.“ Zu den Veranstaltungen des Vereins seien in der Regel zwischen 50 und 70 Personen gekommen. Laut dem Minister handelt es sich bei dem Verein um eine „kleine Einheit“, allerdings sei „Palästina Solidarität Duisburg“ seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 aktiver geworden.
