Das Land NRW baut die Zahl der Plätze für Flüchtlinge in seinen Landeseinrichtungen weiter aus. Flucht- und Integrationsministerin Josefine Paul (Grüne) hat deshalb am Samstag zwei neu errichtete Zentrale Unterbringungseinrichtungen (ZUE) in Gladbeck und Weeze besucht, in denen zunächst insgesamt 555 Personen versorgt werden sollen, wie das Ministerium mitteilte. Dies sei ein Schritt zur Unterstützung der Kommunen bei der Unterbringung und Versorgung von schutzsuchenden Personen, hieß es.
Der Ausbau des Landesaufnahmesystems sei ein wesentlicher Hebel zur Unterstützung der Kommunen bei der Unterbringung und Versorgung der geflüchteten Menschen. Das Ministerium habe deshalb gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbart, bis zum Frühjahr 3.000 neue Plätze zu schaffen. Bis Ende 2024 will das Land die Zahl der Plätze in seinen Aufnahmeeinrichtungen dann auf rund 41.000 erhöhen.
In der Einrichtung Weeze II werden ab dem 26. April zunächst 400 Plätze geschaffen, im Endausbau sollen insgesamt bis zu 640 Plätze entstehen. Die Einrichtung für bis zu 155 Schutzsuchende in Gladbeck wird am 1. März an den Start gehen - der Vertrag läuft vorerst bis Ende 2027. Betreut wird die Einrichtung vom Deutschen Roten Kreuz.