Krieg, Klimakrise und KI: Themenvielfalt im Rennen um den Deutschen Sachbuchpreis 2025. Die Jury verspricht ungewöhnliche Perspektiven auf große Fragen der Zeit. Und nominiert auch eine Graphic Novel.
Die acht Finalisten im Wettbewerb um den Deutschen Sachbuchpreis 2025 stehen fest. Um die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung bewerben sich nun noch acht Bücher zu Themen wie Digitalisierung, Kinderschutz, Militarisierung, Klimaschutz und Urgeschichte.
"Die ausgewählten Bücher vermitteln alle diese Themen mit einer Nahbarkeit, die es erlaubt, komplexe Sachverhalte verständlich und lesbar darzustellen", sagte Jurysprecherin Patricia Rahemipour am Dienstag in Frankfurt. Zu entdecken seien ungewöhnliche Perspektiven, um vertraute Gewissheiten zu hinterfragen.
Die Jury mit Expertinnen aus Wissenschaft, Journalismus und Buchhandel hat ihre Endauswahl aus 234 eingereichten Titeln getroffen. Der Siegertitel wird bei der Preisverleihung am 17. Juni in Hamburg bekannt gegeben.
Nominiert wurden:
1. "Digitaler Kolonialismus" von Ingo Dachwitz und Sven Hilbig. Darin geht es um die Macht von Tech-Konzernen.
2. "Kinder - Minderheit ohne Schutz" von Aladin El-Mafaalani, Sebastian Kurtenbach und Klaus Peter Strohmeier. Die Autoren schauen auf die Lebenswelten von Kindern in der alternden Gesellschaft.
3. "Die Rückkehr des Krieges" von Franz-Stefan Gady. Die Grundthese lautet: Wir müssten lernen, wieder mit Krieg umzugehen.
4. "Fabelland" von Ines Geipel. Ein Buch zum schwierigen Verhältnis von Ost und West.
5. "Sisyphos im Maschinenraum" von Martina Heßler. Die Autorin fragt nach der Fehlbarkeit von Mensch und Technologie.
6. "Victor Hugo - Jahrhundertmensch" von Walburga Hülk. Biografie über den französischen Publizisten und Politiker.
7. "Mit Pflanzen die Welt retten" von Bernhard Kegel. Eine Übersicht über die Bedeutung von Pflanzen im globalen Ökosystem.
8. "Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte" von Ulli Lust. Graphic Novel zur Frühgeschichte aus weiblicher Sicht.