Zu wenig Kandidaten: Landeskirche verschiebt Leitungswahl erneut

Die Landeskirche Anhalts findet einfach keine Kandidierenden. Deshalb wird die Wahl zum Kirchenpräsidenten oder zur Kirchenpräsidentin verschoben – erneut.
Zu wenig Kandidaten: Landeskirche verschiebt Leitungswahl erneut
Kirchenpräsident Joachim Liebig geht in den Ruhestand
epd-bild / Heike Lyding
Die Evangelische Landeskirche Anhalts vertagt erneut die Wahl einer Kirchenpräsidentin oder eines Kirchenpräsidenten. Die für den 15. und 16. März geplante Sondersitzung der Synode, also des Kirchenparlaments, werde verschoben, teilte die Landeskirche am Dienstag in Dessau-Roßlau mit. „Leider ist es bislang nicht gelungen, die von der Synode geforderte Mindestzahl von zwei möglichen Kandidierenden zu finden“, sagte Synodenpräses Christian Preissner. Deshalb sei das Wahlverfahren nicht eröffnet worden. Die Wahl eines neuen leitenden Geistlichen werde in die Hände der neuen Landessynode gelegt. Die Wahlperiode des amtierenden Kirchenparlaments geht im Frühjahr zu Ende. Im Februar werden nach Angaben der Landeskirche auf Wahlversammlungen in den fünf Kirchenkreisen die neuen Synodalen gewählt. Am 31. Mai oder 1. Juni soll die neue Landessynode erstmals zusammentreten. Laut Preissner kann danach ein neuer Wahlausschuss seine Arbeit aufnehmen. Die Neuwahl eines Kirchenpräsidenten könne dann vermutlich frühestens nach der Sommerpause stattfinden, hieß es.

Kirchenpräsident geht in Ruhestand

Bereits im September vergangenen Jahres war der Versuch gescheitert, einen neuen leitenden Geistlichen für die mit rund 26.000 Mitgliedern kleinste der 20 evangelischen Landeskirchen zu wählen. Die beiden Kandidaten Birgit Neumann-Becker und Georg Neugebauer erhielten in drei Wahlgängen nicht die notwendige Stimmenmehrheit der Kirchenparlamentarier. Der derzeitige Kirchenpräsident Joachim Liebig geht zum 1. März in den Ruhestand. Eine Amtszeitverlängerung schließt er den Angaben zufolge aus.

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