Die Evangelische Landeskirche Anhalts vertagt erneut die Wahl einer Kirchenpräsidentin oder eines Kirchenpräsidenten. Die für den 15. und 16. März geplante Sondersitzung der Synode, also des Kirchenparlaments, werde verschoben, teilte die Landeskirche am Dienstag in Dessau-Roßlau mit. „Leider ist es bislang nicht gelungen, die von der Synode geforderte Mindestzahl von zwei möglichen Kandidierenden zu finden“, sagte Synodenpräses Christian Preissner. Deshalb sei das Wahlverfahren nicht eröffnet worden.
Die Wahl eines neuen leitenden Geistlichen werde in die Hände der neuen Landessynode gelegt. Die Wahlperiode des amtierenden Kirchenparlaments geht im Frühjahr zu Ende. Im Februar werden nach Angaben der Landeskirche auf Wahlversammlungen in den fünf Kirchenkreisen die neuen Synodalen gewählt. Am 31. Mai oder 1. Juni soll die neue Landessynode erstmals zusammentreten. Laut Preissner kann danach ein neuer Wahlausschuss seine Arbeit aufnehmen. Die Neuwahl eines Kirchenpräsidenten könne dann vermutlich frühestens nach der Sommerpause stattfinden, hieß es.
