Neues Online-Portal zum Augsburger Bistumspatron Ulrich

Zum Augsburger Diözesanpatron Ulrich gibt es eine neue Internetseite. Das Portal "Uodalricus" macht drei bedeutende mittelalterliche Handschriften mit Überlieferungen zum Leben des Heiligen digital und transkribiert zugänglich, wie das Bistum Augsburg am Freitag mitteilte. Das Projekt ist demnach in Kooperation des Bischöflichen Sankt-Ulrich-Komitees mit der Universität Augsburg entstanden. Anlass ist das aktuelle Ulrichsjubiläum 2023/24. Ulrich lebte um 890 bis 973. Mit dem im vergangenen Juli gestarteten Jubiläumsjahr erinnert das Bistum bis zum nächsten Sommer an Ulrichs Bischofsweihe vor 1.100 Jahren und seinen Tod vor 1.050 Jahren.

Die drei Handschriften sind den Angaben zufolge nicht nur digitalisiert worden, sondern auch in wissenschaftlich genauer Transkription und zudem als Audiodatei verfügbar. Damit seien die spätmittelalterlichen Lebensbeschreibungen des Heiligen allgemein zugänglich und etwa für den Schulunterricht oder das Studium nutzbar. Hinzu komme eine kritische Edition der "Vita Uoldalrici", die diese wichtigste Ulrichsüberlieferung historisch fundiert in den damaligen Kontext einordne und umfangreiche Anmerkungen gebe.

Die Handschriften entstanden im 15. Jahrhundert in den Schreibstuben der Augsburger Benediktinerreichsabtei Sankt Ulrich und Afra, wie es weiter hieß. "In ihnen schrieben die Mönche die Lebensbeschreibungen und Wunderüberlieferungen des Heiligen sowie weiterer Bistumspatrone auf insgesamt mehr als 1.200 Seiten detailliert und reich illustriert nieder", so das Bistum. Die Handschriften befinden sich demnach seit der Säkularisation und der Auflösung der Reichsabtei im frühen 19. Jahrhundert im Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek in München.

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