Die neue Hochschule Bochum will mit einem erweiterten Studienangebot die Fachbereiche Gesundheit und Pflege stärken. Am Dienstag stellte sie ihr neues Studienangebot vor, das insbesondere in den Gesundheitsfachbereichen „Pflege-, Hebammen-, Therapiewissenschaft“ sowie Gesundheitswissenschaften geplant ist, wie Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU) mitteilte. Ab dem Wintersemester 2025/26 soll das neue Studienangebot zur Verfügung stehen.
Seit Anfang des Jahres wachsen die Hochschule für Gesundheit und die Hochschule Bochum zusammen. Unter dem Namen „Hochschule Bochum“ sei eine Hochschule mit fast 10.000 Studentinnen und Studenten sowie den Schwerpunkten Technik, Wirtschaft und Gesundheit entstanden, erklärte die Ministerin. Im vergangenen Jahr hatte der Landtag mit einem Gesetz zur Stärkung des Hochschulstandorts Bochum im Bereich des Gesundheitswesens die rechtliche Grundlage für den Zusammenschluss geschaffen. Zum 1. Januar 2025 ist das Gesetz in Kraft getreten. Insgesamt haben 350 Bachelor- und Masterstudierende zum Sommersemester 2025 ein Studium an der Hochschule aufgenommen.
Zu dem erweiterten Studienangebot zählen den Angaben nach drei neue weiterqualifizierende Bachelorstudiengänge für Logopädie, Ergo- und Physiotherapie, die sich an Therapeuten richten, die an Fachschulen ausgebildet wurden. Der Masterstudiengang Therapiewissenschaften soll eine vertiefte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit therapeutischen Berufen ermöglichen. Zusätzlich ist geplant, das Studienangebot um die Bachelorstudiengänge „Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit“ und „Gesundheitswissenschaften“ sowie den Masterstudiengang „Pflege- und Gesundheitspädagogik“ zu ergänzen.
Die Hochschule Bochum umfasst nach dem Zusammenschluss drei Standorte: den Zentralcampus und den Gesundheitscampus in Bochum sowie den Campus Velbert/Heiligenhaus. Alle Arbeitsplätze in Forschung und Lehre und Verwaltung sind den Angaben nach erhalten geblieben.
Die Notwendigkeit einer Neuorganisation ergab sich auch aus der Größe der Hochschule für Gesundheit, wie es hieß. Mit 1.900 Studierenden war sie die kleinste Hochschule in Nordrhein-Westfalen. Die Anforderungen an Organisationsstrukturen seien kaum leistbar gewesen. Durch die Neuaufstellung der akademischen Qualifizierung in den Pflege- und Gesundheitsberufen am Gesundheitscampus soll der Wissenschaftsstandort Bochum langfristig gestärkt werden.