Die Feuersalamander verlassen in den kommenden Tagen und Wochen ihr Winterquartier - Umweltschutzverbände rufen nun dazu auf, Sichtungen der leuchtend gelb gefleckten Frühlingsboten zu melden. Man erhoffe sich dadurch mehr Erkenntnisse über die aktuelle Verbreitung des Feuersalamanders und die Ausbreitung des für die Tiere tödlichen Hautpilzes Bsal, teilte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Hilpoltstein am Donnerstag mit.
Interessant seien für die Artenschützer genaue Angaben zum Fundort und zu möglichen Hautveränderungen des Tieres, die auf einen Befall mit Bsal hinweisen könnten. Auch Funde toter Feuersalamander, die Sichtung von Larven und Fotos der gesichteten Tiere seien wichtig. Die besten Chancen, einen Feuersalamander zu beobachten, gebe es in der Dämmerung, während oder nach Regenfällen und bei Temperaturen von mindestens drei bis sechs Grad.
LBV-Projektleiterin Malvina Hoppe mahnte, dass Feuersalamander nicht berührt und Quellgebiete nicht betreten werden sollten. Dies sei wichtig, um eine ungewollte Verbreitung von Bsal zu vermeiden. Wer in bereits bekannten Bsal-Befallsgebieten, etwa im Steigerwald oder in Teilen der Landkreise Unterallgäu und Augsburg, unterwegs ist, sollte danach seine Schuhe mit 70-prozentigem Alkohol desinfizieren.
Sichtungen können im Rahmen eines gemeinsamen Artenhilfsprogramms an den LBV, den BUND Naturschutz und den Landesverband für Amphibien- und Reptilienschutz (LARS) gemeldet werden - und zwar über die neue Website www.feuersalamander-bayern.de. (00/0786/07.03.2024)