Soli-Demonstration nach Angriff auf Ehemann von Berliner Pfarrerin

Knapp 300 Menschen haben am Sonntagabend in Berlin-Baumschulenweg gegen Hass und Rassismus und für eine solidarische Gesellschaft demonstriert. Anlass war der brutale Angriff auf einen aus Bangladesch stammenden Ehemann einer Berliner Pfarrerin vor einer Woche. Unter den Teilnehmern waren auch mehrere Vertreter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Vor der Kirche am Baumschulenweg rief der Berliner evangelische Bischof Christian Stäblein zur Solidarität mit der Familie auf. Die Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Bahar Haghanipour (Grüne), forderte eine lückenlose Aufklärung und Konsequenzen für die mutmaßlich rechtsextremen Täter. Zu der Kundgebung hatte unter anderem das Bündnis für Demokratie und Toleranz in Treptow-Köpenick aufgerufen. Lars Düsterhöft, Sprecher des Bündnisses, erklärte: „Es darf nicht weggeschaut werden.“

Der Überfall auf den 44-jährigen Ehemann der Gemeindepfarrerin Carmen Khan ereignete sich demnach in der Nacht zum 27. April kurz vor Mitternacht vor dem Hauseingang direkt neben der Kirche. Khan war auf dem Nachhauseweg von der Arbeit. Dabei sei er von einer Gruppe Unbekannter angegriffen und zusammengeschlagen worden. Er erlitt unter anderem einen Nasenbeinbruch, Prellungen und Platzwunden. Pfarrerin Khan sagte dem „Tagesspiegel“, sie gehe von einem rassistischen Motiv aus. Eine Anwohnerin berichtete gegenüber der Zeitung von einer Gruppe Rechter, die sich bereits in den Stunden vor dem Angriff im Umfeld der Kirche aufgehalten habe. Die Ermittlungen der Polizei nach den Tatverdächtigen laufen.

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