Musikakademie entwickelt Sondershäuser Jägerhaus

Das historische Jägerhaus als Teil des Bauensembles Schloss Sondershausen soll nach seiner Sanierung von der Thüringer Landesmusikakademie genutzt werden. Damit werde das Denkmal dauerhaft belebt und die Landesmusikakademie erhalte dringend benötigte Räume, erklärte die beauftragte Architektin Carola Niklas am Dienstag in Sondershausen. Neben Gästezimmern sollen unter anderem Proberäume und ein kleiner Kammermusiksaal geschaffen werden.

Das Jägerhaus aus dem 18. Jahrhundert biete für das Vorhaben ideale Raumstrukturen, da es auch historisch für die Unterbringung von größeren Gesellschaften genutzt worden sei, hieß es. Die Landesmusikakademie werde nach dem Umbau die Zahl ihrer Gästezimmer auf 45 aufstocken und gewinne zusätzliche Räume für die musikalische Arbeit, Tagungen und künstlerische Begegnungen.

Die Geschäftsführerin der Landesmusikakademie, Martina Langenberger, nannte das Jägerhaus einen wichtigen Baustein für die geplante Neuausrichtung der Einrichtung. So wolle die Akademie künftig mehr Qualifizierungsangebote für Musikpädagogen und -pädagoginnen anbieten. Auch solle die Einrichtung als Tagungsort und zu einer Begegnungsstätte ausgebaut werden.

Eine entsprechende Nutzungsvereinbarung mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten als Eigentümerin liege vor, hieß es. Die Sanierung werde ab 2025 über das Sonderinvestitionsprogramm von Bund und Land finanziert. Erneuert werde vor allem das Dach und die Fachwerkkonstruktion. Dort habe Feuchtigkeit nach unsachgemäßen Umbauten im Lauf der Geschichte des Hauses starke Schäden verursacht.

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