Das Essener Museum Folkwang präsentiert in seiner Reihe „6 1/2 Wochen“ eine Arbeit der brasilianischen Künstlerin Vivian Caccuri. Seit Samstag ist die raumgreifende Installation „Phantom Dust“ zu sehen. Darin verarbeitet Caccuri Tonaufnahmen aus den Carlsbad-Höhlen in New Mexico, in denen sich Hall und Echo aktueller mexikanischer Hits mit Geräuschen aus der Natur und dem Geflüster und Fußstapfen der aufnehmenden Personen vermischen. Dieser Sound treffe auf eine diagonal im Raum angebrachte Textilarbeit, die als durchlässiges Netz das von oben kommende Licht einfängt, hieß es.
„Phantom Dust“ sei typisch für Vivian Caccuris interdisziplinäre Arbeiten, mit denen sie sich entschieden gegen die Marginalisierung von Sound in der zeitgenössischen Kunst stelle, erklärte das Museum. Neben ihrer künstlerischen Arbeit organisiere Caccuri auch Partys in ihrem Atelier und lege als DJ bei von ihr selbst oder von Institutionen organisierten Veranstaltungen auf. Die Ausstellung endet am 7. Juli.
Die 1986 im brasilianischen São Paulo geborene Caccuri studierte den Angaben zufolge Bildende Kunst an der Universität von São Paulo und Sound Studies an der Bundesuniversität von Rio de Janeiro. Sie lebt und arbeitet in Rio de Janeiro.