Münsteraner Vortragsreihe über den Körper in Kunst und Literatur

Eine Vortrags- und Lesereihe der Universität Münster nimmt den menschlichen Körper im Spiegel von Kunst und Literatur in den Blick. Zum Start am 6. Mai spricht die US-Kunsthistorikerin Taylor McCall über „Planetarische Körper“ in Anatomie-Darstellungen des Mittelalters, wie das Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Hochschule am Dienstag ankündigte. Geplant sind bis 8. Juli vier weitere Themenabende.

Am 27. Mai ist beispielsweise eine Lesung dem algerisch-französischen Schriftsteller und Buchpreisträger Boualem Sansal gewidmet, der seit einem halben Jahr aus politischen Gründen in Algerien inhaftiert ist. Der 75-Jährige setzt sich in seinen Romanen und Essays kritisch mit dem Islamismus und totalitären Regimen auseinander. Am 27. Mai wird es um die Bedeutung des menschlichen Körpers im Kontext politisch-religiöser Repression in Sansals Werk gehen, wie es hieß.

Das fünfteilige Veranstaltungsprogramm vom 6. Mai bis 8. Juni ist Teil des Themenjahres „Körper und Religion“ des Exzellenzclusters. Vorstellungen vom menschlichen Körper seien historische, soziale und kulturelle Konstrukte, erklärte die Münsteraner Kunsthistorikerin Eva Krems. „Religiöse Rituale und Auffassungen, juristisch-politische Vorschriften, medizinische Regeln und hygienische Anwendungen formen den Körper durch Sprache, Bild und Macht.“ Die Vortrags- und Lesereihe befasse sich mit dem konfliktbehafteten Zusammenspiel von Individuum und Gesellschaft.

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