Kulturpolitikpreis für Monika Grütters

Die ehemalige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ist mit dem Deutschen Kulturpolitikpreis 2025 gewürdigt worden. Die 63-Jährige erhielt die undotierte Ehrung am Mittwochabend in der Staatsbibliothek zu Berlin. Der Preis wurde zum fünften Mal verliehen. Die Laudatio auf Grütters hielt der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD).

Begründet wurde die Auszeichnung der CDU-Politikerin damit, dass sie in ihrer Amtszeit (2013 bis 2021) kulturpolitische Themen „deutlich hör- und sichtbarer“ gemacht habe. Der Deutsche Kulturrat erinnerte vorab an ihren Einsatz für die Lage von Künstlerinnen und Künstlern sowie Kultureinrichtungen während der Corona-Pandemie. Sie rief demnach auf Initiative des Deutschen Kulturrats das Programm „Neustart Kultur“ ins Leben.

Die in Münster geborene und aufgewachsene CDU-Politikerin studierte die Fächer Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten ihrer Heimatstadt sowie in Bonn. Grütters arbeitete nach ihrem Studium an der Oper, im Verlagswesen und im Museumsbereich. Sie war 15 Jahre lang Vorstand der Stiftung Brandenburger Tor und ist seit 1999 Honorarprofessorin für Kulturmanagement an der Freien Universität Berlin. Von 1995 bis 2005 war sie Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin und von 2005 bis 2025 Mitglied des Bundestags. Zudem gehörte sie von 2016 bis 2022 dem Präsidium der CDU an.

Der seit 2021 vergebene Preis ging aus dem seit 1992 verliehenen „Kulturgroschen“ hervor, mit dem der Kulturrat kulturpolitische Lebensleistungen ehrte. Erster Träger des Kulturpolitikpreises war 2021 der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber.

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