Mittelbau-Dora bietet Studien-Camp an

Vom 22. Juni bis zum 6. Juli veranstaltet die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora erneut ein zweiwöchiges internationales „Study and Workcamp“. Wie die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora am Mittwoch mitteilte, seien junge Menschen aus aller Welt eingeladen, den historischen Ort des ehemaligen Konzentrationslagers bei Nordhausen kennenzulernen. Mit ihrer Arbeit leisteten sie einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Gedenkstättenarbeit.

Das zweiwöchige Camp ermögliche den Teilnehmenden einen interkulturellen Austausch und eine intensive historisch-politische Bildungserfahrung. Die Teilnehmenden wirkten an der Gestaltung im Außengelände mit und widmen sich der historischen Forschung. Einerseits sei geplant, Umrisse einer ehemaligen Baracke im Krankenlager zu markieren. Damit werde die einstige Lagertopografie für Besuchende der KZ-Gedenkstätte „sichtbar“ gemacht. Im heutigen, parkartigen Gelände ließen sich nur noch wenige originale Überreste aus der KZ-Zeit vorfinden.

Zum anderen recherchierten die Teilnehmenden in der Dokumentationsstelle der Gedenkstätte Biografien von ehemaligen Häftlingen und SS-Personal. Inhaltlich liege der Schwerpunkt der Dokumentenarbeit ebenfalls in der Auseinandersetzung mit dem Ort des ehemaligen Krankenlagers im KZ Mittelbau-Dora.

Das KZ Mittelbau-Dora steht exemplarisch für die Geschichte der KZ-Zwangsarbeit und der Verlagerung von Rüstungsfertigung im Zweiten Weltkrieg unter die Erde. Die heutige KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora wird jährlich von etwa 60.000 Menschen besucht.

👋 Unser Social Media