Für eine bessere Aufarbeitung und Intervention bei sexuellem Missbrauch von Kindern fordern Kirchenvertreter mehr staatliches Engagement. Kirchen wie andere Institutionen müssten dabei von außen begleitet werden, sagte der Leiter des Evangelischen Büros Nordrhein-Westfalen, Rüdiger Schuch, bei einer Anhörung im Düsseldorf Landtag zu Gewalt im kirchlichen Raum. Dauerhaft könnten die Kirchen dies mit ihren eigenen Interventionsbeauftragten nicht leisten.
Trotz professioneller Konzepte der Bistümer und Landeskirchen blieben deren jeweilige Beauftragte bezahlte Angestellte ihrer Kirche, räumten auch der Interventionsbeauftragte des Bistums Essen, Simon Friede, und die Leiterin der Fachstelle "Aktiv gegen sexualisierte Gewalt" der Diakonie Deutschland, Marlene Kowalski, ein. Das mehrfach geforderte Wächteramt des Staates müsse sich auch mit eigenen unabhängigen Ansprechstellen und Beauftragten zeigen.
